Naturtherapeutisches Arbeiten


- Was ist naturtherapeutisches Arbeiten?
Naturtherapeutisches Arbeiten erstrebt therapeutische Wirksamkeit in und mit Hilfe
der Natur.
Viele Menschen erleben Aufenthalte in der freien Natur wohltuend, beglückend,
sinnstiftend und heilsam.
Die Natur bringt in uns ursprüngliche Saiten unseres Menschseins und unserer
individuellen Person ins Schwingen.
Sie fordert uns auf, uns selbst wieder zu entdecken und neu zu entwerfen.

- Ziele naturtherapeutischen Arbeitens
sind hauptsächlich Selbsterkenntnis, persönliches Wachstum und Integration.
Gesucht werden Antworten auf die Fragen:
Wer bin ich?
Was hat mein Leben mit sich gebracht?
Worauf bewegt sich mein Leben zu?
Als besonders geeignet hat sich das naturtherapeutische Arbeiten erwiesen für
Menschen in Übergangssituationen (z.B. Jugend, Zeit von Schul- oder
Ausbildungsabschluss, Lebensmitte, berufliche Neuorientierung, Ende oder
Neubeginn einer Partnerschaft, Beendigung des Erwerbslebens, längere Erkrankung...).

- Methoden naturtherapeutischen Arbeitens
- Bewusstes Gewahrwerden des eigenen Körperempfindens in der Natur
- Innere Haltung in der Natur
Du bewegst dich wandernd durch
die Natur. Es ist ein intuitives
Wandern, du lässt dich treiben, ohne
bewusst ein Ziel erreichen zu wollen,
du wanderst mit offenen Augen
dorthin, wohin dich ein innerer Im-
puls oder ein äußerer Anreiz zieht.
Spüre dich und spüre deine Umgebung.

(frei nach Foster / Little in "Der heilige Berg")

- Alleinsein in der Natur
- Verzicht (z.B. auf Nahrung, überflüssige Ausrüstung ....)
- Sich aussetzen (z.B. den Wetterbedingungen)
- Durchführung von symbolhaften Handlungen und Ritualen in der Natur,
um etwas zu festigen, abzuschließen oder zu verbinden
- Mirroring


Das "Mirroring" oder - auf deutsch -
"Spiegeln" ist die zentrale Art und Weise,
wie wir das in der Natur Erlebte bearbeiten.
Es erfolgt einzeln oder in der Kleingruppe,
nachdem der Teilnehmer an einer
Naturerfahrung von seinem Erleben draußen
berichtet hat.
Wir greifen das Gesagte auf, indem wir es zum
Teil in den Worten des Erzählers, zum Teil in
unseren Worten wiedergeben, getragen von
tiefem Respekt vor dem Erzähler und seinen
Erfahrungen.
Dabei werden fast immer Zusammenhänge
deutlich, die der Erzähler so klar noch nicht
gesehen hat und die trotzdem als etwas
Eigenes erlebt werden, als etwas, was ihn
schon immer begleitet hat, für das nur noch
nicht die passenden Worte oder der passende
Rahmen gefunden worden waren.